Wie lokal einkaufen der Innenstadt und Vereinen nutzen kann

Eine lebendige Innenstadt, in der viele Menschen gerne unterwegs sind und in Cafés sitzen, gibt es nur dort, wo auch der Einzelhandel floriert, wo es Geschäfte mit einem möglichst bunten Branchenmix gibt. Unabdingbar für das soziale Leben in einer Stadt sind Vereine, in denen Menschen ihrem gemeinsamen Hobby nachgehen und sich treffen. Wie man beide unterstützen kann – also Handel und Vereine – das zeigt die neue Aktion, welche Stadtmarketing und Einzelhandel gemeinsam auf die Beine stellen: „Lokal einkaufen und Gutes tun!“

„Das ist eine tolle Kombination“, findet Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Wer in einem Kehler Geschäft einkauft, das sich an der Aktion beteiligt, der löst damit gleichzeitig eine Spende an einen vom ihm ausgewählten Kehler Verein aus. Der Aufwand ist gering: Der Smartphone-Besitzer lädt sich eine kostenlose App aufs Handy, gibt dort den Namen des Geschäfts ein, in dem er eingekauft hat, wählt den Verein aus, an den die Spende gehen soll, gibt den Betrag ein, den er an der Kasse bezahlt hat, fotografiert den Kassenbeleg und lädt ihn hoch. Fertig. Der Ladeninhaber führt einen bestimmten Prozentbetrag (je nach Gewinnmarge seiner Branche) an den genannten Verein ab. Wer Lust hat, kann gleich noch sein Einkaufserlebnis in dem jeweiligen Geschäft bewerten und Freunde zum Einkaufen einladen.

Die Projektpartner, welche die Aktion "Kauft lokal" vorgestellt haben: (von links) Nicole Hammel, Antje Lenz, Gerald Albrecht, Fiona Härtel, Marc Eisinger und Frank Riebel.zoom

In Karlsruhe, Offenburg und Achern läuft das Projekt bereits, das auf eine Idee des Businessclubs Connexxtion zurückgeht. Innerhalb weniger Monate seien bereits mehr als 800 Euro an Vereine geflossen, berichtet Projektkoordinator Marc Eisinger. In Freiburg, Oberkirch und Kehl ist das Projekt im Aufbau.
„Lokal einkaufen und Gutes tun“ ist eine Art Gegenbewegung zum sogenannten Charity-Einkauf im Internet. Große Einkaufsportale versuchen mit dem gleichen Prinzip Kunden zu ködern – kleinere Vereine kommen hier jedoch nicht zum Zuge. Und: Je mehr Menschen im Internet einkaufen, desto mehr Geschäfte werden schließen – die Innenstädte veröden.
In Kehl steht „Lokal kaufen und Gutes tun“ noch ganz am Anfang: Sieben Geschäfte machen in der Startphase mit: HAMMEL Schuhe, Intersport Hahn, Optik und Uhren Thüm, Schuh Barho, die Stadtapotheke und Rohan’s Anker Apotheke sowie Oehler Expert. Drei Vereine sind dabei: der Kehler Fußballverein (KFV), die Krutblättsche Goldscheuer und Wassertropfen. Für gemeinnützige Kehler Vereine ist die Teilnahme an dem Projekt kostenlos; sie müssen sich nur anmelden und bereit sein, innerhalb von vier Wochen eine Spendenquittung an die jeweiligen Einzelhändler auszustellen.

Info:

Nähere Informationen erhalten Vereine im Internet unter www.kauft-lokal.org.
Verbraucher können sich unter www.kauft-lokal.de informieren.

20.08.2019

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