Stadtentwicklung in Straßburg

Zum ersten Mal bringt die Stadtgemeinschaft Straßburg die Tram nicht dorthin, wo sehr viele Menschen leben, sondern nutzt sie als Instrument, um Industriebrachen des Straßburger Hafens städtebaulich zu entwickeln. Damit sucht Straßburg seine Entwicklung zum ersten Mal in der Geschichte des östlichen Stadtteils und wächst Richtung Rhein. Die Tramlinie D soll in ihrer Verlängerung das Rückgrat der Stadtentwicklung auf einer Fläche von 210 Hektar sein.
Bis 2030 sollen entlang der neuen Tram-Trasse 1,5 Millionen Quadratmeter Nutzfläche entstehen, die – unter anderem – Wohnraum für rund 18 000 Menschen umfassen sollen, ergänzt durch Büroflächen, Einzelhandelsgeschäfte, Gewerbe, Behörden und Dienstleister. Dadurch werden die Viertel Citadelle, Starlette, Coop und Port du Rhin weiter ausgebaut werden und könnten wie folgt aussehen.  

Das Citadelle-Viertel

Das Starlette-Viertel

Das Coop-Areal

Coop-Areal

Laut Roland Ries, Oberbürgermeister von Straßburg, hat seit Pierre Pflimlin jeder Straßburger Oberbürgermeister Ideen und Pläne für die Gestaltung der Flächen in Richtung Rhein entwickelt. Jetzt nutze man nicht nur die Chance, einen neuen Teil der Stadt zu bauen, sondern zugleich ein neues Zentrum für die grenzüberschreitende Eurométropole zu errichten.

Fotomontage Port du Rhin

Das von der Stadtentwicklung am meisten profitierende Viertel ist das Viertel Port du Rhin, wo seit jeher die Wohnbebauung dominiert - und so soll es auch bleiben. Nach den Zerstörungen im Zusammenhang mit den Protesten beim NATO-Gipfel 2009 hat die Stadt Straßburg im bestehenden Viertel umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vollzogen und in die Wege geleitet. Das bestehende Viertel soll um ein Gesundheitszentrum, die Klinik Rhena, ergänzt werden. 

Klinik Rhena

Der aus einer Vor- und einer Grundschule bestehende Schulkomplex des Viertels wird derzeit saniert und umgebaut. Im Hof der heutigen Schule haben die Städte Straßburg und Kehl gemeinsam eine deutsch-französische Kinderkrippe für je 30 Kinder aus Kehler und Straßburger Familien gebaut, die im April 2014 eröffnet worden ist. Kinderkrippe und Schule bilden zusammen ein Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro.
Am Rande des Straßburger Teils des Gartens der zwei Ufer ist 2013/2014 ein neues Wohnviertel mit 380 Wohnungen in Niedrigenergie-Bauweise entstanden.

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